Umwelt- und Energiepolitik - Judith Skudelny (FDP)

Atomstrom verstopft keine Netze

Bild einer Pressemitteilung von Judith Skudelny MdB (27.10.2011) Zum anstehenden Beschluss der Verlängerung der Laufzeiten für Kernkraftwerke erklärt die baden-württembergische FDP-Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny:

Die FDP wird in dieser Woche im Deutschen Bundestag für die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke stimmen. Die Verlängerung der Laufzeiten ist nicht nur aus Gründen der Versorgungssicherheit notwendig.

"Die Umstellung des Stromnetzes von zentraler auf dezentrale Stromversorgung wird Milliarden kosten", so Skudelny, "dieses Geld muss in Deutschland erst erwirtschaftet werden."

Sie kritisiert, dass sich frühere Regierungen ausschließlich auf die Produktion Erneuerbarer Energien konzentriert haben. "Wie dieser Strom geleitet oder gespeichert wird, war in der Vergangenheit egal", konstatiert Skudelny. Die Infrastruktur sei daher in ihrer Entwicklung Jahrzehnte zurück." Das zeigt sich besonders an den Stromnetzen. Von ca. 3.500 benötigten Kilometern Übertragungskabel wurden in den letzten fünf Jahren gerade mal 90 Kilometer gebaut" erläutert Skudelny.

Dass die Kernenergie an den Engpässen schuld sei, wehrt Skudelny energisch ab. Das Argument, Atomstrom "verstopfe" die Stromnetze, ist physikalischer und sachlicher Unsinn. "Die größten Netzengpässe haben wir an den Grenzen zwischen den alten Bundesländern mit viel Windenergie und den neuen Bundesländern", so Skudelny, "dort sind aber keine Kernkraftanlagen." Die Argumente der Gegner seien aber auch rechtlich falsch: "Der Einspeisevorrang im Erneuerbare-Energien-Gesetz garantiert die Vorfahrt der Erneuerbaren", sagt die Abgeordnete des Umweltausschusses, "und daran wird auch nicht gerüttelt."

 
"Die FDP wird die Übergangszeit, die uns die Laufzeitverlängerung verschafft, dazu nutzen, die notwendigen politischen Schritte für bessere Energiespeicher und die effizientere Nutzung der Stromnetze einzuleiten. Für die hier dringend erforderlichen Investitionen können die Gelder aus der Laufzeitverlängerung sinnvoll investiert werden."

Hier können Sie sich die Pressemitteilung als PDF herunterladen

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