Besser spät als gar nicht: die Schranke an der Alten Poststraße

Alte Poststraße
(18.04.2011) So ging es jahrelang, trotz aller Eingaben, Vorschläge und Beschwerden: Die Alte Poststraße blieb eine ausgiebig genutzte Rennstrecke zwischen Hasenhof und Echterdingen, quer durch ein beliebtes Naherholungsgebiet.
In zehn Minuten haben wir zehn Fahrzeuge und mehr zu Stoßzeiten gezählt: Nicht wenige davon sind mit Tempo 50 über die geteerte Fahrbahn gebrettert, rücksichtslos und hemmungslos. Darunter litten Jogger, Wanderer und Spaziergänger, Radler und Reiter.
Immer wieder hat die Verwaltung Vorstöße abgeschmettert, wirkungsvolle Sperren zu installieren, wie unsere Stadträte wissen. Erst die absehbare drastische Zunahme des Durchgangsverkehrs durch die Sanierung der L1208 hat offensichtlich zum Umdenken geführt.
Dass dabei ein neuerlicher Vorschlag unserer Stadträtin Judith Skudelny aufgegriffen worden ist, freut uns umso mehr. Warum das nicht viel früher passiert ist, obwohl die gleiche Idee schon lange im Raum stand, bleibt allerdings weiterhin ein Rätsel.
Dass auf die Vernunft nicht zu setzen ist, zeigt der Abriss des Tempo-20-schildes (nicht Tempo 10 wie im Amtsblatt verlautet) mit Hinweis auf die Krötenwanderung. Welche rechtlichen Gesichtspunkte laut Filderzeitung noch zu klären sind, ist für den Laien nicht recht einsehbar. Bei einer Schranke im Talgrund sind alle Gehöfte und auch Schlösslesmühle schrankenlos gut von Echterdingen aus erreichbar. Vom Hasenhof ist der Zugang über wenige Meter zu Fuß gewährleistet. Und wenn die Anlieger noch einen Schlüssel für die Schranke bekommen, ist sogar die an sich unnötige Zufahrt von zwei Seiten gewährleistet. Bleibt nur zu hoffen, dass die Schranke steht, bevor die alte B 27 wieder offen ist. Und dass die Nutzer sie auch immer schließen. Wir jedenfalls werden das aufmerksam beobachten.






