Aktuelles Gemeinderat - Judith Skudelny (FDP)

Die Furcht vor der Schuldenkrise wächst

Vortrags- und Diskussionsabend mit Judith Skudelny zum Thema ''Der Euro: Deutschland - Profiteur oder Zahlmeister?

 


Judith Skudelny mit ihrem FDP-Ortsvorsitzenden in Leinfelden Echterdingen Axel Dörr
(14.10.2011) Die Menschen sind stark beunruhigt wegen der Schuldenkrise. Das zeigte erneut der Diskussionsabend der FDP Leinfelden-Echterdingen Mitte Oktober in Echterdingen. Und sie sind wütend -  wütend, weil Europas Bürger und vor allem die Deutschen für die selbstverschuldete Wirtschafts- und Finanzkrise Griechenlands aber auch anderer Staaten gerade stehen muss, wenn aus einer EU-Stabilitätsgemeinschaft tatsächlich eine Transferunion der Schulden werden sollte.

Also alle Zahlungen einstellen, die Griechen einfach ihrem Schicksal überlassen, das Land pleite gehen lassen, was es de facto bereits ist? Dafür sprechen sich zwar viele Bürger aus. "Das trifft den Nerv von vielen", bestätigt die FDP-Stadträtin und Bundestagsabgeordnete Judith Skudleny als Bilanz aus einer Vielzahl von Gesprächen. Denn sie hätten regelrecht Angst, dass Schuldenkrise und Bankenrettung den eigenen Staat und seine Wirtschaft mit in den Abgrund reißen. Genau um das zu vermeiden, plädierte die Referentin für die schnelle Einführung des dauerhaften Rettungsschirms ESM, noch vor 2013 wie bislang geplant. Sie gab zu: Es gibt keine Patentlösung in dieser Lage. So oder so wird es teuer werden.
Am teuersten aber werde zweifelsohne eine ungeordnete Insolvenz Griechenlands, die noch immer nicht auszuschließen sei. Daher tritt sie als ersten Schritt für den Euro-Rettungsmechanismus ein, um Europa neu aufzustellen und nachhaltig zu stabilisieren. Denn zu Europa gäbe es keine überzeugende Alternative. Für zwingend hielt Skudelny zudem eine stärkere Regulierung des Finanzsektors, um künftig auszuschließen, dass Gewinne privatisiert, Verluste aber bei der Gemeinschaft abgeladen werden. Unabdingbar sei außerdem in nahezu allen Staaten der EU, den Gürtel auf Dauer enger zu schnellen und nicht länger Wohltaten auf Pump zu verteilen."Schließlich würden wir es uns sonst auf Kosten kommender Generationen gut gehen lassen."

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