Umwelt- und Energiepolitik - Judith Skudelny (FDP)

Dioxinskandal: Auf die Menge kommt es an

(21.01.2011) Die Frage, ob und wenn ja, welche Eier man essen kann, beschäftigt derzeit das ganze Land. Doch besteht wirklich Grund zur Panik?
 

Laut Judith Skudelny ist dies nicht der Fall. Denn betrachtet man die Fakten über die teilweise erhöhten Dioxin Werte in Eiern, so liegen diese weit unter denen, die für den Menschen gefährlich werden können, so Skudelny, die im Umweltausschuss auch für das Thema Landwirtschaft zuständig ist. Dies bestätigen auch die Aussagen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).


Es kommt dabei auf die Gesamtmenge an. Natürlich sollte man keinen Laster voller Eier essen, so Skudelny, aber ein normaler Verzehr von Eiern ist bezüglich der Dioxin Belastung unschädlich. Etwas anderes gilt für schwangere und stillende Frauen, hier wird vor einem Verzehr wegen eines möglichen, erhöhten Allergierisikos gewarnt.

 

Dioxin ist gesundheitsgefährdend, das möchte ich auf keinen Fall in Abrede stellen, stellt Skudelny klar. Aber bei der ganzen Betrachtung ist es wichtig, die Relationen nicht aus den Augen zu verlieren. Denn die langfristige Aufnahme kleiner Dioxin-Mengen über die Nahrung sei laut des BfR wegen der allgemeinen Verbreitung von Dioxin-Verbindungen in der Umwelt unvermeidbar, so Skudelny.

 

Dioxin wird auch durch die Luft jedoch hauptsächlich durch die Nahrung aufgenommen. Muttermilch enthält beispielsweise etwa 10 pg. Dennoch wird Müttern empfohlen, ihre Säuglinge zu stillen, da die Vorteile die Nachteile der Dioxinbelastungen überwiegen.

 

Es geht mir nicht darum, den Dioxinskandal klein zu reden, macht Skudelny dabei deutlich. Es ist absolut inakzeptabel, dass sich einzelne Futtermittelhersteller auf Kosten der Verbraucher bereichern. Grund zur Panik besteht jedoch nicht.

 

Sind Bioeier eine Alternative? Was die Dioxinbelastung angeht, nicht unbedingt, merkt Skudelny an, denn die Dioxin-Werte sind bei Bio-Produkten oftmals höher als bei konventionellen Nahrungsmitteln, weil die Tiere in der Natur Dioxin aus der Nahrung und der Luft aufnehmen.

 

Skudelnys Fazit: Mehr Sicherheit und Transparenz sind geboten. Panik und Eiverzicht jedoch nicht notwendig.

 


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