Frauen stark machen
Skudelny im Landkreis Freudenstadt zur Unterstützung von Timm Kern 
(12.03.2011) Judith Skudelny sprang spontan für den erkrankten FDP-Generalsekretär Christian Lindner ein, um den FDP-Landtagskandidaten im Wahlkreis Freudenstadt, Dr. Timm Kern, bei einem Wahlkampfauftritt in Horb zu unterstützen.
Claudia Salden von der Südwestpresse/Die Neckarchronik berichtete:
FDP-Politikerin kämpft für den Ausbau der Kinderbetreuung
Horb. Einen Rundumschlag zur liberalen Wirtschafts-, Haushalts-, Energie-, Bildungs- und Frauenpolitik gespickt mit einer deutlichen Wahlempfehlung haben die rund 30 Zuhörer im Horber Kloster am Freitag von der Bundestagsabgeordneten Judith Skudelny zu hören bekommen.
Die Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Insolvenzverwaltung hat zwei kleine Kinder und ist seit sieben Jahren im Gemeinderat von Leinfelden-Echterdingen aktiv. Seit zwei Jahren sitzt sie für die FDP im Bundestag, wo sie im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und in der Enquetekommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität - Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der sozialen Marktwirtschaft" mitarbeitet.
"Baden-Württemberg hat die Nasenspitze vorn. Das müssen wir beibehalten, auch über die Landtagswahl hinaus", sagte Judith Skudelny. Die gute Wirtschaftsleistung mit dem höchsten Wirtschaftswachstum innerhalb der Bundesrepublik im vergangenen Jahr habe nicht die Politik, sondern die Bevölkerung erbracht, betonte Skudelny. "Wir brauchen eine breit aufgestellte Wirtschaft", forderte die FDP-Politikerin und grenzte sich vom Parteiprogramm der Grünen ab: "Wie wollen wir über zehn Millionen Menschen mit Windrädern und Medizintechnik ernähren?" Ein Zwang zu energetischen Sanierungen sei kontraproduktiv: "Dann könnten viele ihre Immobilien nicht mehr halten" warnte Skudelny. Haushaltspolitisch habe die Konsolidierung oberste Qualität: "Wir wollen keine rot-grüne Wünsch-dir-was-Politik." Mit einer Abschaffung der Studien- und der Kindergartengebühren würde ein verfassungswidriger Haushalt wie in Nordrhein-Westfalen riskiert.
In der Bildungspolitik setze die FDP in "Investitionen in die Köpfe, nicht in die Gebäude?" sagte Skudelny und sprach sich gegen Änderungen im Schulsystem aus. Längeres gemeinsames Lernen verlange Investitionen in Schulgebäude. "Wir wollen stattdessen in die Ausbildung der Lehrer, in kleinere Klassen und in Schulsozialarbeit investieren", sagte Skudelny. "Ich habe nichts gegen ein gemeinsames Lernen bis zur 6. Klasse", ergänzte der Landtagskandidat Dr. Timm Kern, der sich für dezentrale Strukturen im Bildungssystem aussprach. Dies sollten die Schulen vor Ort entscheiden.
Der "massive Mangel bei der Kinderbetreuung" müsse abgeschafft werden, forderte Skudelny. Berufstätige Mütter könnten dem Fachkräftemangel, dem demografischen Wandel und der Geburtenentwicklung entgegenwirken. "Die Kinderbetreuung ist die Lösung, nicht die Quote", sagte Skudelny, die nach ihrem Vortrag mit den Zuhörern unter anderem über die Rolle der Frau in der Gesellschaft und den Umgang der Politik mit der Finanzkrise diskutiert hat.
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