Fukushima
Hier finden Sie Informationen und meine Rundschreiben zu den Ereignissen im japanischen Kernkraftwerk Fukushima I seit dem 14. März 2011und den Auswirkungen auf die Situation der deutschen Kernkraftwerke sowie der deutschen Energiepolitik insgesamt.
Informationen zur aktuellen Lage in den japanischen Kernkraftwerken:
Gesellschaft für Reaktor- und Anlagensicherheit mbH (GRS)
Karlsruhe Institut für Technologie (KIT)
Rundschreiben:
Informationen (Japan III) zu zur Hochstufung des Atomunfalls in Fukushima I auf Stufe 7 der INES-Skala und Ausweitung des Evakuierungsradius um das Kernkraftwerk(Japan III) als pdf-Dokument.
Rundschreiben (Japan II) zu den Auswirkungen der Ereignisse in Japan auf die deutsche Energieversorgung als pdf-Dokument.
Rundschreiben (Japan I) zu den Ereignissen in Japan und Auswirkungen auf deutsche Kernkraftwerke als pdf-Dokument.
Information zur Hochstufung des Atomunfalls in Fukushima I auf Stufe 7 der INES-Skala und Ausweitung des Evakuierungsradius um das Kernkraftwerk
Am 12. April hat die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA die Einstufung des Unfalls von Stufe 5 auf die höchste Gefahrenstufe 7 erhöht. Begründet wird dies damit, dass die Auswirkungen des Unfalls weitreichender als bisher angenommen seien und sowohl den Erdboden, als auch Trink- und Meerwasser und Lebensmittel beträfen.
Zeitgleich hat die japanische Regierung den Evakuierungsradius von 20 km um das japanische Kernkraftwerk Fukushima I (Dai-ichi) nochmals erweitert. Die Festlegung der 20km-Zone vom 12. März basierte auf der Festlegung eines Grenzwertes von 50 mSv/Jahr.
Der Schutz des Menschen wird nun verstärkt. Seit dem 11. April werden bestimmte Gebiete in einer "Planned Evacuation Area" (festgelegte Evakuierungsgebiete) erfasst, in denen eine Strahlenbelastung von mindestens 20 mSv/Jahr erwartet werden. Diese liegen innerhalb eines 30 km-Radius um das Kernkraftwerk. Es sind jedoch nicht alle Bereiche innerhalb des Radius betroffen. Welche genau evakuiert werden müssen, hängt von den geografischen Gegebenheiten ab. Menschen, die in der 20 bis 30 km umfassenden Evakuierungszone, aber außerhalb der festgelegten Evakuierungsgebiete leben, sollen sich in den Häusern aufhalten bzw. sich zur Evakuierung bereit halten.
Besonders die Hochstufung auf INES 7 - die Stufe, auf die auch der Unfall in Tschernobyl eingeordnet ist - weckt hierzulande weitere Ängste.
Information zu WHO-Statement über belastete Lebensmittel

(c) DBT/ Simone M. Neumann (21.03.2011) Zu den Äußerungen der Weltgesundheitsorganisation WHO vom Montag, 21. März 2011 über Auswirkungen der Ereignisse in Japan auf Lebensmittel ist zu bemerken, dass sich diese Äußerungen nicht auf die Ausbreitung der Radioaktivität auf andere Länder bezogen hat.
Der Sprecher des WHO-Büros für die Region West-Pazifik in Manila, Peter Cordingley, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur reuters, dass höchstwahrscheinlich einige kontaminierte Produkte aus der Region exportiert worden seien.
Die WHO habe aber keine Hinweise darauf, dass kontaminierte Nahrungsmittel aus der Region Fukushima in andere Länder gelangt seien.
Zudem seien die nachgewiesenen Radioaktivitätswerte auf kurze Sicht ungefährlich. Das gelte sowohl für die in Milch als auch in Spinat nachgewiesenen Werte.
Quelle: Meldung reuters vom 21. März 2011
Rundschreiben zu den Auswirkungen der Ereignisse in Japan auf die deutsche Energieversorgung
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Katastrophe in den japanischen Kraftwerken aufgrund eines Zusammenspiels zwischen Erdbeben und Tsunami hat zu einer massiven Steigerung in der Ablehnung der Kernkraft in Deutschland geführt. Es wird derzeit nicht erwartet, dass diese Angst der Menschen in den nächsten Jahren in einem Maß zurückgehen wird, dass eine unveränderte Beibehaltung unseres Energiekonzepts unter Nutzung der Kernkraft als Brücke in dieser Form aufrecht erhalten werden kann.
Rundschreiben zu den Ereignissen in Japan und die Übertragbarkeit auf deutsche Kernkraftwerke
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Schock über die Umweltkatastrophe, die sich mit dem Erdbeben und dem anschließenden Tsunami abspielt, sitzt tief. Erschütternd ist auch, dass in einem hochentwickelten Land wie Japan, welches in vielen Punkten vergleichbar ist mit Deutschland, die atomare Notsituation eingetreten ist.
Da sich der Verlauf in den japanischen Kernkraftwerken stündlich ändert, verzichte ich auf eine Darstellung der Situation vor Ort. Die Auslöser der Katastrophe sind bekannt.
Eine radioaktiver Unfall dieser Größenordnung war für mich kaum denkbar.






