Mein Wahlkreis Nürtingen und der Landkreis Esslingen - Judith Skudelny (FDP)

Große Entlastung für Bahnstrecke im Neckar- und Filstal erwartet – Lärm-Reduzierung von Güterzügen kommt

(05.07.2011) "Die Anwohner der Bahnstrecke im Neckar- und Filstal können aufatmen", so die für Lärmschutz in der FDP-Bundestagsfraktion zuständige Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny.

Der Bundesverkehrsminister und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn haben eine entsprechende Eckpunktevereinbarung unterzeichnet. Demnach wird zum Dezember 2012 ein lärmabhängiges Trassenpreissystem eingeführt. Bis zum Ende des Jahres soll zudem der Schienenbonus fallen.

 "Der Güterverkehrslärm in Städten wie Esslingen, Altbach oder Deizisau ist schon jetzt oft unerträglich. Mit Vollendung von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke nach Ulm droht im Neckar- und Filstal zudem noch eine weitere Zunahme des Güterverkehrs. Die jetzt getroffene Vereinbarung ist daher ein wichtiger Schritt für eine spürbare Verringerung des Schienenverkehrslärms", so die FDP-Abgeordnete aus dem Landkreis Esslingen.

"Damit setzen wir ein weiteres Versprechen aus dem Koalitionsvertrag zwischen FDP und CDU/CSU um." Mit dem lärmabhängige Trassenpreissystem sind höhere Entgelte für Züge ohne Flüsterbremsen vorgesehen sowie und ein Bonus für Güterwagen, die auf lärmmindernde Technologie umgerüstet werden. Durch die Umrüstung soll die Lärmbelastung mittelfristig bis zu 10db(A) reduziert werden. Dies klingt nicht viel, wird aber von der subjektiven Lautstärke wie einer Halbierung des Lärms für die Anwohner von Bahntrassen empfunden.

Praktisch wird der Bonus direkt an die Wagenhalter ausgezahlt. Finanziert wird dies acht Jahre lang durch einen Bundeszuschuss. Damit wird das lärmabhängige Trassenpreissystem zu gleichen Teilen durch den Eisenbahnsektor und die öffentliche Hand finanziert. Bei rund 180.000 umrüstbaren Wagen in Deutschland betragen die Kosten für die Umrüstung über 300 Millionen Euro.

Gemäß gesetzlichen Schienbonus dürfen Züge lauter sein als Luft- und Autoverkehr. "In der Praxis wird aufgrund des Schienenbonus derzeit so verfahren: Vom gemessenen Lärmpegel werden nach einer Lärmmessung immer 5 Dezibel abgezogen. Der dann zugrunde gelegte Lärmpegel gibt den Ausschlag dafür, ob eine Lärmsanierung notwendig ist oder nicht. Straßenverkehrslärm wird demnach anders bewertet als Schienenlärm", erläutert Skudelny.

"Für die FDP bleibt Fakt: Lärm bleibt Lärm. Die Ungleichbehandlung von Anwohnern an Bahnstrecken muss der Bundesverkehrsminister nun auch beenden, wir bleiben auf jeden Fall dran", so Skudelny.

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