Unterwegs in Baden-Württemberg - Judith Skudelny (FDP)

Judith Skudelny zu Gast beim FDP-Kreisverband Ostalb

 
Am 02.02.2011 machte  Judith Skudelny in Begleitung der FDP-Landtagskandidaten Alexander Jäger (Wahlkreis Aalen) und Markus Zuschlag (Wahlkreis Schwäbisch Gmünd) Station im Ostalbkreis.

Zunächst besuchte Skudelny zusammen mit dem FDP-Landtagskandidaten Alexander Jäger und dem stellv. Vorsitzenden des FDP-Kreisverbandes Ostalb Wilfried Huber das Kinderhaus in Oberkochen.

Anschließnd ging es nach Schwäbisch Gmünd. Dorthin hatte der FDP-Landtagskandidat Markus Zuschlag zu einer Veranstaltung zum Energiekonzept der Bundesregierung eingeladen.
im Energieeck. Zusammen mit dem Gmünder Stadtwerkechef Rainer Steffens stand Judith Skudelny Rede und Antwort.

Judith Skudelny MdB, 35jährige FDP-Fachfrau für Energiepolitik und Mitglied im Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, machte in Begleitung der FDP-Landtagskandidaten Alexander Jäger (Wahlkreis Aalen) und Markus Zuschlag (Wahlkreis Schwäbisch Gmünd) Station im Ostalbkreis.

Oberkochen/Schwäbisch Gmünd (pm). FDP-Landtagskandidat Alexander Jäger besuchte zusammen mit Judith Skudelny MdB das Kinderhaus in Oberkochen, um sich über die in Oberkochen verwirklichten neuen Konzepte in der Kinderbetreuung zu informieren und um mit der Leiterin des Kinderhauses, Irene Dominicus, über die Thematik frühkindliche Bildung zu diskutieren. Skudelny, die bei ihrem erstmaligen Einzug in den Bundestag 2009 als junge Mutter bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte, weil sie den Bundestag bei der Kinderbetreuung in Verlegenheit gebracht hatte, zeigte sich von den Ideen des Kinderhauses in Oberkochen beeindruckt, als Stadträtin in ihrer Heimatstadt Leinfelden-Echterdingen hätte sie viele Anregungen mitgenommen.

Alexander Jäger begrüßte insbesondere die Ansätze zur frühkindlichen Bildung des Kinderhauses, da Investitionen in frühkindliche Bildung seiner Überzeugung nach langfristig den Sozialetat des Staates entlasten werden. Der Stellvertretende Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Wilfried Huber interessierte sich für den Anteil der Anmeldungen von Kindern von Arbeitspendler nach Oberkochen, da dies kommunalpolitisch für die ?Entsendegemeinden? beim Ausbau deren Kinderbetreuungsplätze von Bedeutung ist.

Nach der Begrüßung durch den Landtagskandidaten Markus Zuschlag betonte Skudelny als
Im Energieeck Schwäbisch Gmünd nach der Veranstaltung; v.l.n.r. Rainer Steffens (Geschäftsführer Stadtwerke Schwäbisch Gmünd), Judith Skudelny MdB, Markus Zuschlag (FDP-Landtagskandidat WK Schwäbisch Gmünd), Wilfried Huber (Stv. FDP-Kreisvorsitzender), Dr. Julia Frank (FDP-Kreisvorsitzende
Mitglied des Bundestagsausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsícherheit die Notwendigkeit der längeren Nutzung von Atomstrom. Diese habe nicht am Anfang des Energiekonzeptes gestanden, sondern sei das Ergebnis langer Prüfungen und vieler Gutachten. Kurzfristig kann so die hohe CO2-Belastung aus Kohlekraftwerken verringert werden. Langfristiges Ziel sei es jedoch, bis zum Jahr 2050 mindestens 80 Prozent der benötigten Energie als erneuerbare Energie in Deutschland ohne Atomstrom zu erzeugen. Voraussetzung dafür sei eine Einsparung des heutigen Energieverbrauchs um mehr als 40 Prozent. Beim Energiebedarf der Industrie sei das durch technologischen Fortschritt vorstellbar.

Quantitativ sei bei einer Gebäudesanierung der größte Effekt der Energieeinsparung möglich. Seit 2006 sei mit Fördermitteln von 7 Milliarden ein Sanierungsvolumen von 50 Milliarden ausgelöst worden. Damit wurde jedoch nur ein Prozent des ganzen Gebäudebestandes erfasst. Man wolle verstärkt Anreize zur Sanierung setzen, jedoch auf einen gesetzlichen Zwang zur energetischen Sanierung von privaten Altbauten verzichten. Bei der Stromeinsparung in den Privathaushalten sieht Skudelny wenig Potential. Einsparungen würden dort durch zusätzliche Geräte wieder aufgezehrt.

Vehement wandte sich die FDP-Abgeordnete gegen den ?Regulierungswahn?, wie er als Glühlampenverbot aus Brüssel daherkomme. Erst habe man das Quecksilber in Fieberthermometern wegen seiner Gesundheitsschädlichkeit verboten und jetzt komme es durch die Hintertür der Energiesparlampen wieder herein zusammen mit weiteren gefährlichen Schadstoffen. Die Schadstoffe würden auch ohne häusliche Unfälle aus den Sparlampen über den Restmüll in die Umwelt gelangen. Der Einspareffekt bei Strom sei in der Energiebilanz überdies eher gering.

Als das dringlichste Problem sieht Skudelny die für den Transport erneuerbarer Stromenergie erforderlichen zusätzlichen Fernleitungen an. Der künftige Bedarf würde auf 3500 Kilometer geschätzt. Auch fehle es dringend an Langzeitspeichern für Energie. Die für Pumpspeicher nötigen großen Flächen stießen bei den Anwohnern naturgemäß auf erheblichen Widerstand. Das Gleiche gelte für die ungelöste Endlagerung von atomarem Müll. Sie persönlich setze sich für eine Lösung ein, bei der die Einlagerung rückholbar ist. Der Fall der Grube Asse dürfe sich keinesfalls wiederholen. Das Salzlager Gorleben müsse weiter auf eine Tauglichkeit erkundet werden.

Rainer Steffens schilderte die Energiesituation aus der Sicht der Stadtwerke. Diese seien heute weitgehend auf die Energieverteilung reduziert. Sie seien dabei von den Preisen der großen Energieversorger abhängig. Man versuche diese Abhängigkeit durch den Ausbau der dezentralen Stromerzeugung aus der Kraft-Wärme-Kopplung abzumildern. Das Angebot an umweltfreundlichem Ökostrom würde leider nicht vom Verbraucher angenommen. Ganze 250 Familien im Einzugsbereich der Gmünder Stadtwerke würden sich daran beteiligten.

Aus Sicht der Stadtwerke hätte die Förderung der Photovoltaik schneller reduziert werden müssen. Es gäbe heute ländliche Gemeinden, die mehr Strom aus Photovoltaik abliefern, als sie selbst beziehen. Dafür seien die Stromnetze aber nicht ausgelegt. Wenig Freude hat Steffens auch am Gasnetz. Die niedrigen Gaspreise deckten die notwendige Instandhaltung oder gar einen Ausbau des Netzes nicht mehr ab.

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