K21: Für Leinfelden-Echterdingen käme es schlimmer
Die Sympathie für die Idee von K21 aber ist ungebrochen. Daher lohnt es sich vielleicht, auf die Auswirkungen dieser auf Fahnen, Plakaten und Anstecknadeln hochgelobten Variante auf unsere Stadt zu beschränken, sprich: vor allem auf Leinfelden. Denn es geht im Wesentlichen um die Strecke zwischen Rohrer Kurve und Flughafenbahnhof.
Daher hat die Stadtverwaltung alle derzeit greifbaren Zahlen zusammengetragen, was LE bei K21 zu erwarten hat. Jene zu der von S21-Gegnern favorisierten Studie K21 stammen aus dem Jahr 2006. Neuere gibt es nicht.
Nach deren Angeben ist gegenüber heute 74 S-Bahnzügen (148 Zugbewegungen hin und zurück insgesamt) am Tag bei S21 mit 125 Zügen, darunter 15 Fernverkehrs- und 36 Regionalzügen (250 Zugbewegungen insgesamt), zu rechnen. Laut dem K21-Vorschlag sind alles in allem 165 Fahrten pro Richtung vorgesehen, also insgesamt 330 Zugbewegungen (!) durch LE. Und selbst wenn der S-Bahnverkehr halbiert würde auf den heutigen Stand von 74 Zügen in einer Richtung käme es bei K21 immer noch auf 128 Züge am Tag, mithin 256 Zugbewegungen. Tag für Tag! Das wären dann zwar nur 3 Züge mehr als bei S21, es bliebe jedoch bei der bekämpften Mehrbelastung der Bevölkerung, ohne irgendwelche Vorteile gegenüber S21 zu bringen.
Die liberale Bundestagsgeordnete Judith Skudelny MdB und FDP Ortsvorsitzende für Leinfelden-Echterdingen Axel Dörr schlussfolgerten: "Wofür wir eintreten müssen, ist damit klar: Ob S21 oder K21 ist für LE völlig egal. Die Mehrbelastung ist vollkommen gleich. Wichtig ist vielmehr, Lärmbelästigung und Verkehrsausdünnung auf der Schiene im Nahverkehr zu verhindern. Und dafür lohnt es aus unserer Sicht, sich tatsächlich einzusetzen."






