Kirchheimer Projekt ''Gut alt werden im Rauner'' der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung von Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend auserwählt
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Damaris / pixelio.de
Wie das Ministerium der FDP-Bundestagsabgeordneten Judith Skudelny aus dem Wahlkreis Nürtingen mitgeteilt hat, konnte sich das Kirchheimer Projekt "Gut alt werden im Rauner" der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung unter 499 eingereichten Vorschlägen durchsetzen, weil es stimmig, realistisch und professionell konzipiert ist.
Die Projekte, die neue Formen der Nachbarschaftshilfe sowie der Unterstützung und Versorgung im Wohnumfeld entwickeln und konkret anbieten, nehmen in den nächsten Monaten schrittweise ihre Arbeit auf. Sie haben eine Laufzeit von bis zu 36 Monaten.
"Viele Menschen in Deutschland wollen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben", erläutert die FDP-Abgeordnete Skudelny. Die Realität sieht allerdings oft anders aus: Familienangehörige wohnen zu weit entfernt; der Kontakt zu Nachbarn und Freunden fehlt oder reicht alleine nicht aus, um den Alltag in Würde zu bewältigen. Die gelb-schwarze Bundesregierung fördert daher Projekte, die innovative Formen der Unterstützung und Betreuung anbieten. Die neuen Programme haben zum Ziel, dass möglichst viele Menschen lange in den eigenen vier Wänden wohnen können. So wird auch im Alter die gewohnte Lebensqualität - dazu zählen Komfort, Geborgenheit und Sicherheit ebenso wie Aktivität und gesellschaftliche Teilhabe - sichergestellt.
"Wichtig dabei ist, dass sich auch die Nachbarn umeinander kümmern und dass die Menschen nicht wegschauen. Kleine Hilfen im Alltag wie der Einkauf oder die Begleitung zum Arzt oder einfach ein Anruf, ob alles in Ordnung ist, können viel bewirken", so Skudelny.
Das Projekt der Keppler-Stiftung zeichnet sich durch die Öffnung der stationären Altenhilfe aus. Dabei geht es insbesondere um den Aufbau eines Netzwerks zur ganzheitlichen Versorgung der Bürgerschaft im Quartier. Konkret heißt das: Ein Altenheim trägt über einen angegliederten Treffpunkt seine Betreuungsangebote in sein Umfeld und öffnet sich damit auch für Menschen, die in der Nähe leben. Davon profitieren auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenheims.
"Solche Initiativen sind unbedingt unterstützenswert und noch relativ selten", so Skudelny. Eine weitere Besonderheit des Kirchheimer Projekts ist die Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft. Die Stiftung will mit der Kreisbaugenossenschaft zusammenarbeiten, die ihren Wohnungsbestand altersgerecht sanieren und zusätzlich durch Versorgungsangebote wie betreutes Wohnen zukunftsgerecht gestalten will. Charakteristisch für das Kirchheimer Projekt ist der Hilfe-Mix: "Eine Versorgung älterer Menschen wird weder allein ehrenamtlich noch vollständig kommerziell gelingen. Es gilt, Mittelwege und Kombinationen zu finden, die die Versorgung sicherstellen und verlässlich machen, aber auch bezahlbar halten", erklärt die FDP-Abgeordnete aus Leinfelden-Echterdingen.
"Bisher hat die Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung eine grundsätzliche Förderzusage erhalten. Als nächsten Schritt muss sie nun einen Förderantrag stellen", erläutert Skudelny. Sie will die Stiftung dabei unterstützen und sich schon bald ein persönliches Bild von dem Projekt machen.






