Lärm/Kinderlärm - Judith Skudelny (FDP)

Koalitionsfraktionen planen weniger strenge Lärmrichtwerte für Sport- und Bolzplätze


Pascua Theus / pixelio.de
(19.05.2011) Die Koalitionsfraktion von FDP und CDU/CSU im Deutschen Bundestag machen sich für einen großzügigeren Umgang mit Lärm von Jugendeinrichtungen wie Bolzplätzen, Skate- und Basketballanlagen stark.


"Immer wieder führt die Nutzung von diesen Sportplätzen zu Konflikten zwischen den Anwohnern und den Jugendlichen", so die FDP-Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny.

"In der Regel führt dies dazu, dass die Nutzung der Sportstätten stark eingeschränkt wird. Das wollen wir durch verbindliche aber weniger strenge Lärmgrenzwerte und Öffnungszeiten ändern." Während organisierter Sport, der in Sportanlagen stattfindet, nach der Sportanlagenlärmschutzverordnung (18. BImSchV) bewertet wird, ist die Bewertung sog. freier Jugendeinrichtungen wie Bolzplätzen, Skate-und Basketballanlagen hinsichtlich des Lärms, der im Rahmen der sportlichen Betätigung von Jugendlichen ab 14 Jahren ausgeht, unklar. Dies wollen Abgeordnete von FDP und CDU/CSU nun ändern.

Sie haben einen entsprechenden Antrag an die Bundesregierung gestellt.

Beim Thema Kinderlärm sind FDP und CDU/CSU bereits weiter. Künftig muss Kinderlärm, der der zum Beispiel von Kindertageseinrichtungen, Kinderspielplätzen und ähnlichen Einrichtungen ausgeht, von den Anwohnern toleriert werden. Der Klageweg soll praktisch ausgeschaltet werden. Dies wird der Bundestag mit Stimmen von FDP und CDU/CSU am 26. Mai 2011 im Bundestag beschließen.

"Eine generelle Privilegierung wie für den Kinderlärm halte ich aber nicht für sachgerecht. Kinderlärm ist zwingender Teil der kindlichen Entwicklung. Er muss als solcher von der Gesellschaft auch hingenommen werden. Bei dem Lärm von Jugendlichen steht der Drang sich zu bewegen und in Sport und Spiel bestimmte Verhaltensweisen einzuüben im Vordergrund. Jugendliche sind im Gegensatz zu Kindern der Vernunft zugänglich und in der Lage sich an bestimmte Regelungen zu halten", erläutert die FDP-Abgeordnete Skudelny.

 

"Wir wollen eine Regelung schaffen, die Rechtssicherheit für Städte, Gemeinden und Anwohner schafft und freien Jugendsport ermöglicht", so Skudelny. "In jedem Fall wollen wir verhindern, dass die Jugendlichen an die Stadtränder gedrängt werden. Auch sie gehören in die Mitte der Gesellschaft."


Die Pressemitteilung als pdf finden Sie hier.


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