Mein Wahlkreis Nürtingen und der Landkreis Esslingen - Judith Skudelny (FDP)

Neckarschleusen: Positive Zeichen für Ausbau bis Plochingen

(30.06.2011) Die FDP-Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny ist zuversichtlich, dass der Ausbau der Neckarschleusen bis Plochingen wie geplant erfolgen wird.

Wie die Anhörung im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages am 29.06.2011 ergeben hat, ist der vom Bundesverkehrsministerium gewählte Ansatz, Wasserstraßen ausschließlich nach Verkehrsaufkommen in Gütertonnen zu priorisieren, nicht ausreichend. Vielmehr sollen nach Willen der Abgeordneten bei der Netzkategorisierung auch volkswirtschaftliche Wertschöpfung, Netzstruktur, Tourismus und Sportbootschifffahrt berücksichtigt werden.

"Die vom CSU Bundesverkehrsminister geplante Kategorisierung ausschließlich nach dem Verkehrsaufkommen in Gütertonnen hätte einen Rückschlag für den Ausbau der Neckarschleusen bedeutet", so die FDP-Abgeordnete Skudelny. Hiergegen hätten sich insbesondere die baden-württembergischen FDP-Bundestagsabgeordneten zur Wehr gesetzt.

Die im Jahr 2007 geschlossene Verwaltungsvereinbarung über die "Verlängerung der Neckarschleusen zwischen Mannheim-Feudenheim und Plochingen" hat demnach weiter ihre Gültigkeit.

"Dies gelte aber nur, wenn der neue baden-württembergische Verkehrsminister dies nicht verhindert", so Skudelny. Dieser hatte sich in der Vergangenheit mehrfach negativ zum Neckarausbau bis Plochingen geäußert. "Das gerade ein grüner Verkehrsminister den Neckarausbau als Alternative zum Güterverkehr anzweifelt, zeigt den Unverstand der Grünen: Dadurch verhindern wir nicht nur den Güterverkehr, sondern verstärken auch noch die Staus auf den Straßen in der gesamten Region Stuttgart!", so die FDP-Umweltpolitikerin weiter.

Hintergrund der jetzigen Debatte um die Neckarschleusenverlängerung ist, dass der Bundesrechnungshof wiederholt Geldverschwendung und Fehlplanung bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) angeprangert und eine Reform gefordert hat.

"Die SPD, die zwischen 1998 und 2009 die Bundesverkehrsminister stellte, hat leider nicht den Mut aufgebracht, eine solche Reform anzugehen", so Skudelny. FDP und CDU/CSU haben daher im Koalitionsvertrag eine Reform der WSV festgeschrieben. Ziel ist es, Steuergelder effizienter einzusetzen. Hierzu gehört auch eine Neubewertung von Investitionen in Wasserstraßen. "Nachdem der Bund seit der Wende fast vier Milliarden Euro in die Wasserstraßen in Ostdeutschland investiert hat, ist es an der Zeit, dass nun endlich dort investiert wird, wo es sich lohnt: In Baden-Württemberg!", so Skudelny. Denn, gebracht haben die Investitionen im Osten wenig: Die vom Steuerzahlers bezahlten Schleusen und Wasserstrecken werden kaum genutzt.

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