Oberbürgermeister Klenk hat recht
Kein Fernverkehr durch LE bei Stuttgart ist Wunschdenken
(03.12.2010) "Das ist leider reines Wunschdenken." So beschreibt die FDP-Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny aus Leinfelden-Echterdingen die Interpretation von Geißlers Schlichterspruch durch den Bundestagsabgeordneten Hennrich und den Landtagskandidaten Kunzmann. Beide schlussfolgern, dass Geißlers Forderung nach Erhalt der Gäubahn bedeutet, dass es keinen Fernverkehr auf der heutigen S-Bahn Trasse durch Leinfelden-Echterdingen geben wird.
"Wenn es so kommt wie Hennrich und Kunzmann vermuten, ist dies eine gute Nachricht für die Anwohner in Leinfelden-Echterdingen. Meiner Ansicht ist dies aber mit den Planungen zu Stuttgart 21 nicht vereinbar. Vielleicht werden durch den Erhalt der Gäubahn weniger Fernverkehrszüge den Flughafen Stuttgart anfahren. Dass dies aber kein IC mehr nach/aus Richtungen Singen/Zürich tut, halte ich wie OB Klenk für unwahrscheinlich", so Skudelny.
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Gemeinsam mit dem FDP-Ortsvorsitzenden von Leinfelden-Echterdingen Axel Dörr warnt sie daher davor, jetzt den Fehler zu machen, die Hände in den Schoß zu legen und zu hoffen. Für den Fall, dass der Fernverkehr durch Leinfelden-Echterdingen rollt, fordert die FDP, dass im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens die jetzige S-Bahn Strecke nicht als Bestandsstrecke, sondern als Neubaustrecke deklariert wird.
"Bei einer stark veränderten Nutzung einer bestehenden Strecke könnte dies möglich sein", so Skudelny, die deswegen bereits in dieser Woche Gespräche mit den Lärmexperten der Deutschen Bahn geführt hat. Die Unterschiede wären gravierend. Bei Neubaustrecken müssen gemäß Verkehrslärmschutzverordnung 49 dB(A) eingehalten werden. "In diesem Fall würde es eine deutliche Verbesserung des Lärmschutzes in Leinfelden-Echterdingen geben", so Skudelny. Bei Bestandstrecken hingegen wird eine Lärmsanierung erst ausgelöst, wenn dauerhaft 60 dB(A) überschritten werden. "Dies ist nach bisherigen Messungen in Leinfelden-Echterdingen nicht der Fall. Und würde wohl auch nicht der Fall sein, wenn der Fernverkehr auf der jetzigen S-Bahn Trasse weiterfährt", erläutert Skudelny.
"Die CDU darf die Einwohner von Leinfelden-Echterdingen jetzt nicht mit falschen Versprechen beruhigen und am Ende doch nichts für Leinfelden-Echterdingen erreicht haben. Das wäre ein fatales Signal für ihre politische Glaubwürdigkeit", so Skudelny abschließend.






