Aktuelles Gemeinderat - Judith Skudelny (FDP)

Regierungspräsident Schmalzl zu Gast bei der FDP Leinfelden Echterdingen

(08.07.2010) Beim liberalen Gesprächstreffen der FDP Stadtgruppe Leinfelden-Echterdingen hat der liberale Regierungspräsident von Stuttgart, Johannes Schmalzl, einen aktuellen Überblick über seine Tätigkeit und Themenschwerpunkte gegeben.

Er ging dabei ausführlich auf die Themen Ausbau der B 27, den   Ausbau der A8 Richtung Ulm sowie Lärmminderungsmaßnahmen ein.


Entspannt, souverän und persönlich greifbar gestaltete er den herrlichen Sommerabend im Biergarten der Kochenmühle. Der Ort war gut gewählt. Schließlich soll das Siebenmühlental noch in diesem Jahr unter Naturschutz gestellt werden. Schmalzl ist es daher ein besonderes Anliegen deutlich zu machen, dass eine solche Ausweisung als Schutzgebiet von möglichst allen An- und Bewohnern mitgetragen wird. Hierin hat er selbst viel Zeit investiert.

Mit rund 40 % nimmt jedoch das Thema Verkehr den größten Teil seiner Arbeitszeit in Anspruch. Die Westerweiterung des Flughafens steht an und wird damit die Behörde wie auch die Stadt beschäftigen. Nachdem die ministerielle Ausnahmeerlaubnis zur Nutzung der S-Bahn-Gleise für die Fernzüge vorliegt, kann nun die Planfeststellung für den zugehörigen Bereich ? unter anderem Filderbahnhof und Rohrer Kurve - durchgeführt werden. Regierungspräsident Schmalzl verweist auf die Möglichkeiten, sich in dem vom Regierungspräsidium Stuttgart geführten Anhörungsverfahren im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zu äußern und seine Belange geltend zu machen.
 
Ausbau B27: Aufgabe von Bundes- und Landespolitik

Zur Lärmminderung auf der A8 plädiert Schmalzl dafür, bei passender Gelegenheit den sogenannten lärmoptimierten Splittmastixasphalt einzubauen, da er eine Lärmminderung von bis zu 5 dB(A) bringen kann und damit wesentlich effektiver ist als die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 100. Sie bringt lediglich bis zu 0,8 dB(A) und ist subjektiv kaum wahrnehmbar.
Für den 6-spurigen Ausbau der B 27 geht das Regierungspräsidium derzeit in Vorleistung, was die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsstudie betrifft, damit es später schnell gehen kann. Aufgabe der Bundes- und Landespolitik ist es nun, den Ausbau dieser Verkehrsader bei nächster Gelegenheit in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans zu bekommen. Aufgrund seiner Erfahrungen bezüglich der Kosten für eine Überdeckelung an der A 81 im Bereich Böblingen/ Sindelfingen macht Schmalzl allerdings wenig Hoffnung auf eine vergleichbare Überdeckelung der B 27.

Darüber hinaus gab der Regierungspräsident Einblick in den weiteren Ausbau der A8 in Richtung Ulm (Albaufstieg bei Drackenstein) und nannte Gründe für die unbefriedigende Situation des schon lange geplanten Filderaufstiegs.



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