Skudelny: Aussetzung der Wehrpflicht ist ein Erfolg der FDP
Rund 55 Jahre nach ihrer Einführung hat der Bundestag am 24. März 2011 die allgemeine Wehrpflicht zum 1. Juli 2011 per Gesetz aussetzt.
Die Aussetzung der Wehrpflicht bedeutet auch das Ende des Zivildienstes.
"Damit hat die FDP eine ihrer langjährigen Forderungen umgesetzt und sich bei CDU/CSU durchgesetzt", so Judith Skudelny.
Noch im Jahr 2009 wurden im Kreiswehrersatzamt Stuttgart, das auch für den Landkreis Esslingen zuständig ist, 11.920 Erstmusterungen durchgeführt. Davon 4.631 als nicht wehrdienstfähig ausgemustert und 5406 Anträge auf Anerkennung als Kreisdienstverweigerer gestellt.
"Aufgrund der veränderten sicherheitspolitischen Lage und einer seit Jahren fehlenden Wehrgerechtigkeit war dies längst überfällig", so Skudelny. Gerade einmal 16 Prozent der zur Verfügung stehenden jungen Männer leisteten 2009 noch ihren Dienst ab. Knapp 60 Prozent aller tauglichen jungen Männer leisten weder Wehr- noch Zivildienst. "Das war ungerecht gegenüber den denjenigen, die zum Wehrdienst eingezogen werden und dadurch nicht direkt nach der Schule oder der Lehre ein Studium aufnehmen oder ins Berufsleben einsteigen konnten. Es herrschte keine Wehrgerechtigkeit mehr, sondern eine Wehrungerechtigkeit", kommentiert Skudelny die Zahlen.
"Die Bundeswehr als Freiwilligenarmee muss nun als Arbeitgeber noch attraktiver werden, damit sie in Zukunft qualifizierte junge Frauen und Männer für den freiwilligen Wehrdienst gewinnen kann", fordert die FDP-Abgeordnete. "Dafür müssen zeitnah schlüssige Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung und zur Nachwuchsgewinnung ergriffen werden." Die FDP-Bundestagsfraktion hat hierzu eigene Vorschläge für ein Attraktivitätsprogramm vorgelegt.Lesen Sie hiezu Skudelnys Pressemitteilung als pdf.






