Unterwegs in Baden-Württemberg - Judith Skudelny (FDP)

Skudelny beim 188. Liberalen Frühschoppen in Süßen

Zu Gast im Landkreis Göppingen
(09.10.2011) "Die deutsche Energiewende ist verkündet und gesetzlich festgezurrt: Acht Kernkraftwerke sind abgeschaltet und gehen auch nicht wieder ans Netz. Die übrigen folgen schrittweise. Das ist Fakt!.", so Judith Skudelny beim 188. Liberalen Frühschoppen in Süßen. Das Frühschoppenthema für die FDP-Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Nürtingen war: "Die Energiewende ist da: Was bedeutet das und was kostet es?"

"Leider sind sich viele in unserem Land dessen nicht bewusst, welche Konsequenzen sich daraus für die deutsche Volkswirtschaft zwangsläufig ergeben", so die weitere Aussage der Abgeordneten.

Als Mitglied des Bundestagausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat Judith Skudelny in den letzten Monaten sowohl die anfängliche Laufzeitverlängerung wie auch den endgültigen Ausstieg hautnah mit erlebt und politisch mit verantwortet. Leider, so ihr Fazit aus dieser aufregenden Zeitspanne, sind bis heute die sich daraus ergebenden Konsequenzen viel zu wenig bedacht und diskutiert:

So verlangt der jetzt gewollte Vorrang für erneuerbare Energien automatisch nach einem schnellen Ausbau der Speicher- und Leitungskapazitäten. Dazu jedoch fehlen bisher vielerorts der politische Wille und die praktische Durchsetzbarkeit. Hinzu kommen die enormen wirtschaftlichen Auswirkungen auf besonders energieintensive Unternehmen, wie viele Grundstoffindustrien. Sie vertragen keine Unterbrechung ihrer Energieversorgung.

Das aber kann derzeit nicht sicher ausgeschlossen werden, wenn statt der verlässlichen Grundlastwerke auf Basis von Kernkraft und Kohle künftig vermehrt auf die witterungs- und jahreszeitabhängigen Energie aus Windkraft und Sonne gesetzt werden soll. Hier muss die Politik in Bund und Land sehr schnell reagieren und nachhaltig verlässliche Wege anbieten.In der Frühschoppenrunde sorgten die fundierten Aussagen von Judith Skudelny für eine rege und manchmal auch kontroverse Diskussion. Allgemeiner Wunsch der Zuhörerrunde war es, die FDP sollen die hier aufgezeigten Defizite zum Anlass nehmen, um die Energiewende kritisch, aber konstruktiv zu begleiten.

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