Mein Wahlkreis Nürtingen und der Landkreis Esslingen - Judith Skudelny (FDP)

Skudelny und Molitor besuchen die ArBeg

(Wernau, 11.02.2011) Unterwegs für Menschen mit Behinderungen "ch wollte meiner Bundestagskollegin zeigen, wo die tollen Glückwunschkarten herkommen, die ich als Bundestagsabgeordnete auch meinen Kollegen schicke", so begründete Judith Skudelny die Wahl der Arbeits- und Begegnungsstätte gemeinnützige GmbH (ArBeg) in Wernau für einen Besuch der Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für Menschen mit Behinderung, Gabriele Molitor. Gemeinsam mit dem FDP-Zweitkandidaten zur Landtagswahl im Wahlkreis Kirchheim, Björn Ebert, wurden die beiden Politikerinnen von ArBeg-Geschäftsführer Jan Dietz durch die Werkstatt in Wernau geführt. Diese ist eine anerkannte Werkstatt für psychisch erkrankte Menschen, die wegen der Art oder Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können. Die ArBeg verfügt neben der klassischen Behindertenwerkstatt über einen Produktions- und Montagebereich, ein Medienteam, zwei ergotherapeutische Praxen und ein Wohnheim. Zusätzlich werden im Biobetrieb der ArBeg Ziegen gehalten und Ziegenkäse hergestellt. "Die Produktionspalette der ArBeg ist erstaunlich groß", stellte Bundestagsfraktion Gabriele Molitor fest.

ArBeg-Geschäftsführer Jan Dietz erläuterte den FDP-Politikern die Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung und hob die Bedeutung der Produktions- und Montagemöglichkeiten gerade auch für mittelständische Betriebe hervor: ?Kabel, komplizierte Lötteile sowie Spezialteile aus Metall. Es gibt viel, was wir übernehmen können?, so Dietz, ?und immer kommt es darauf an, Herstellungsprozesse so zu gestalten, dass sie auch von Menschen mit Behinderung manuell oder maschinell übernommen werden könnten.? Unter dem Dach der ArBeg befindet sich außer der Werkstatt auch ein Integrationsunternehmen, in dem Langzeitarbeitslose qualifiziert werden, um sie wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Im Gespräch erläuterte Jan Dietz, welchen Problemen die Behinderten ausgesetzt sind. Dietz sprach hier vor allem die sozialen Hilfeleistungen an, die die Behinderten erhalten sollten. ?Das ist oft ein behördliches Hin- und Herschieben von Verantwortung und Zuständigkeit, bei dem der einzelne Mensch zum Formular verkommt.? Sowohl Gabriele Molitor als auch Judith Skudelny versprachen, sich auf bundespolitischer Ebene für eine Entbürokratisierung einzusetzen.

 

 

 

In diesem Zusammenhang verwies Molitor auf das "persönliche Budget". Beim "persönlichen Budget" werden die bewilligte Leistungen nicht mehr als Sachleistung, sondern als Geldleistung vom Sozialhilfeträger ausbezahlt. Dies ermöglicht den Betroffenen viele Freiheiten und unbürokratische Möglichkeiten der Teilhabe. Leider ist die Nutzung des "persönlichen Budgets" in Deutschland noch sehr gering. Deshalb setzt sich Gabriele Molitor dafür ein, diese Möglichkeit mehr bekannt zu machen: "Die Betroffenen sind nun einmal Experten in eigener Sache. Das "persönliche Budget" ermöglicht den Menschen mit Behinderung mehr als bisher auch in der Praxis ein selbstbestimmtes Leben. Die FDP-Bundestagsfraktion unterstützt diesen Ansatz daher mit ganzem Herzen", so die FDP-Politikerin Gabriele Molitor.

 

 

 

Für Judith Skudelny steht außerdem fest: "Ein Weg, Menschen mit Behinderungen so wie jeden anderen Menschen wertzuschätzen, besteht darin, Produkte wie die von der ArBeg zu kaufen. Meine Glückwunsch- und Weihnachtskarten werde ich daher auch in diesem Jahr bei der ArBeg beziehen."

 

 

Wenn auch Sie sich für die Produkte der ArBeg interessieren, können sich unter www.arbeg.de informieren.

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