Stromnetz in Leinfelden-Echterdingen: Kauf des Stromnetzes: entscheidend sind die Stromkosten für die Bürger
(04.02.2011) Die Konzessionsverträge für das Stromnetz in Leinfelden-Echterdingen laufen Ende 2012 aus.
Bislang war die EnBW der Partner. Nun gilt es auszuloten, wie es mit den Netzen weitergeht. Zur Debatte stehen drei Möglichkeiten:
Die Wiedervergabe an die EnBW; die Übernahme der Netze durch die Stadtwerke; oder ein gemeinsamer Betrieb der EnBW zusammen mit vielen Nachbargemeinden durch eine neu zu gründende GmbH.
Die Grünen im Land wie auch im Gemeinderat befürworten eine Übernahme der Netze durch die Stadtwerke. Sie begründen ihre Forderung damit, dass so besser Einfluss auf die Energiewende genommen werden kann, also den Anteil an erneuerbarer Energie im Strommix zu erhöhen. Das ist schlicht falsch. Jeder Netzbetreiber ist gesetzlich verpflichtet, sein Netz von jedem Anbieter nutzen zu lassen. Das verhindert jegliche Einflussnahme auf die Art der Stromerzeugung.
Auch für erneuerbare Energien und die Weiterentwicklung der Netztechnik werden hohe Investitionen fällig werden. Die muss die Stadt erst einmal haben, um eine Rendite zu erwirtschaften. Der Verband Kommunaler Unternehmen, der viele Stadtwerke vertritt, klagt nicht umsonst, dass die Stadtwerke kaum in der Lage sind, diese Investitionen zu stemmen, und verlangt deshalb höhere Netzentgelte.
Bei der Entscheidung, wer die Netzkonzession erhält, darf nicht nur auf den Moment geschaut werden. Die Konzessionen werden in der Regel für 20 Jahre vergeben. Vor einer Entscheidung sollten alle Argumente sorgfältig abgewogen werden.






