Von wegen Unterzentrum – Leinfelden-Echterdingen bringt mehr Gewicht auf die Waage

FDP-Gemeinderat Wolfgang Haug (03.02.2012) "Alles außer Einzelhandel" könne sich im Wolfgarten in Unteraichen ansiedeln, einem erstklassigen Standort. Klar und unmissverständlich vertrat der Technische Direktor des Verbands Region Stuttgart (VRS), Thomas Kiwitt, diese Meinung. Die Ansiedlung eines Möbelhauses direkt an der Autobahn schloss er jedenfalls fast kategorisch aus.
Ganz so klar ist die Lage aus Sicht von FDP-Stadtrat Wolfgang Haug allerdings nicht. Er hält sowohl Landes- als auch Regionalplan für viel zu starr und unflexibel. Wederberücksichtigen sie die Einzugsbereiche, die bis hin nach Dettenhausen im Süden und über Möhringen hinaus nach Norden reichen und für die vorgeschriebene Kaufkraft sorgen. Noch kommt zum Tragen, dass rund um Stuttgart eine Vielzahl von Mittelzentren ausgewiesen ist, die größere Handelshäuser erlauben - nur eben nicht im Süden in Richtung Reutlingen und Tübingen. Haug hält dieses Manko für einen glatten Systemfehler, der mit einer neuen Landesplanung dringend korrigiert werden muss.
Hausaufgabe der Stadt sei es jetzt, den Einzugsbereich, sogenannte Verflechtungsbereiche, schlüssig nachzuweisen und mit den gegebenen Pfunden zu wuchern: Nicht umsonst ist Leinfelden-Echterdingen das größte Dienstleistungszentraum im Südwesten und wohl auch der wichtigste Knotenpunkt von allen wesentlichen Verkehrswegen. Das müsse sich auch in Vorteilen für die Stadt auszahlen. Denn nur so könnten die Nachteile wenigsten zum Teil kompensiert werden, die Leinfelden-Echterdingen durch die Großansiedlungen zu tragen hat. Für sinnvoll hält es Haug in dem Zusammenhang, gemeinsam mit Filderstadt die Position im Süden der Landeshauptstadt zu stärken.






